Unsere HSS zur 123 Bundes- 

und 68 VDT - Schau in Leipzig

257 Pfautauben, für eine HSS waren mir das einfach zu wenig: Obwohl ich zur Sommertagung in Erdmannsdorf noch darauf hingewiesen habe zeitig genug zu melden um angenommen zu werden, wurden doch einige Meldungen für unsere HSS zu spät verschickt und nicht angenommen.
Bewertet haben Milan Brkic, dessen Schaubericht ich mit verfasst habe, Dirk Kalbe und meine Wenigkeit. Besten Dank an dieser Stelle nochmals an Milan, der für Holger Gebhardt kurzfristig eingesprungen ist.
26 Weiße, davon 7 junge 1,0 mit einer hohen Durchschnittsqualität, kleine und runde Körper mit sehr guten Verhältnissen wurden gezeigt. In den Beinansätzen dürften einige noch weiter vorn und in den Flügeln noch schmaler sein. V97 errang Frommolt auf einen klasse Vertreter, aber auch Roll, Fröhlich und Seltmann zeigten noch rassige Pfautauben. Fünf alte weiße Tauber, es waren alles austellungserprobte Tauben von denen die beiden von Milde mit v97 und hv96 herausragten. 14 weiße Täubinnen, welche nicht ganz so ausgeglichen waren wie die Tauber zeigten, dass es auch hier noch Optimierungsbedarf gibt. Die jungen Damen gewann ebenfalls Frommolt mit sg95, bei den alten Täubinnen waren Fröhlich mit hv96 vor Milde mit sg95 vorn.

Die 34 schwarzen waren insgesamt nicht ganz so ausgeglichen wie die weißen, auch fehlte das absolute Spitzentier. Schöne runde Typen mit breitem Stand, schmalen Flügeln und recht ordentlichen Fächern waren dabei. In den Kopflagen sollten sich einige doch noch etwas rassiger, d.h. Ruhiger und tiefer darstellen. Auch die besten Typen sollten farblich noch etwas reiner schwarz werden, sodass es nicht ganz zum „Vorzüglich“ reichte. Die Spitze stellte Steubl mit einem alten Tauber (hv96), derselbe nochmals mit sg95 auf 1,0 jung. Auch bei den Täubinnen dominierte er, doch auch Schulz und Milde zeigten sehenswerte Vertreter.

8 Dunfarbige, es waren alles brauchbare Pfautauben, in Körper-rundung, schmalen Flügeln und tiefer Kopflage. In den Beinen sollten sich noch etliche stabilisieren und im Beinansatz weiter nach vorn orientieren, sodass der Beinfluss besser gewährleistet wird und das dies alles zu mehr Balance des Körpers verhilft. Eine junge Taube von Schulz war Klasse, mit prima Körperrundung und schmalen Flügeln, sowie ausgezeichneten Verhältnissen konnte sie glänzen, leider zog sie den Fächer immer etwas nach links, sodass es nicht ganz zu einer höheren Note reichte. Sg95 für Schulz und Lorenz.
2 gemeldete Rote, davon blieb ein Käfig noch leer, sie gaben leider keinen Aufschluss über den derzeitigen Zuchtstand.

6 Milkys mit einer hv96 Täubin von Schade, in den Körpern waren alle rund, müssten aber in den Fächern noch geordneter und in der Feder eine Idee länger sein.
8 Gelbfahle mit sehr gutem Fächeraufbau und Farbe. In den Flügeln konnten sich etliche noch schmaler und mit mehr Unterbrustfülle darstellen. Müller war vorn mit hv96, 2xsg95, sg95 auch für Frommolt.
6 Blauschimmel, mit hv96 für Schade auf eine junge 0,1, derselbe noch mit sg95 für eine alte Täubin. Alle zeigten sich mit sehr schönen langen Fächerfedern und damit sehr guten Verhältnissen.
In den Beinen konnten etliche noch stabiler und im Beinfluss konstanter sein um eine bessere Balance zu erreichen. Ein junger 1,0 von Ritschel zog in Paradestellung leider immer das Hinterkissen etwas schief. Schade!

Ein Sorgenkind unter den Farbschlägen bleiben die Spiegelschwänze, sie wussten auch auf dieser HSS nicht zu überzeugen. Die meisten waren noch zu lang und schmal in den Körpern. Sie hatten hohen und engen Stand, zu breite Flügel und damit offene Flügelbüge. Sogar Knickbeine mussten noch moniert werden. Farbe und Zeichnung konnten bei den meisten zusagen.
29 Schildige, es fehlten leider die Blaureihe- und alle fahlen Farbschläge. 10 Schwarzschildige gefielen sehr gut, die meisten mit guten Beinen, viel Unterbrustfülle und tiefer Kopflage. In den Körpern konnten einige noch gerundeter erscheinen und sich in den Flügeln noch etwas straffer und schmaler präsentieren. Fächer, Farbe und Zeichnung gaben wenig Anlass zur Kritik. V97 auf eine exzellente junge 0,1 von Frommolt, ebenfalls hv96 auf einen jungen Tauber, doch auch Mennemeiers Tauben waren nicht zu verachten.

11 Rotschildige, auch diese waren auf sehr hohem Qualitätsniveau. Prima Typen mit recht ordentlichen Fächern. Im Beinansatz und Beinfluss gab es bei einigen jedoch noch Wünsche. V für Frommolt, auf 1,0 jung und Ciupke auf 0,1 jung.
Die 8 Gelbschildigen waren ähnlich des rotschildigen Farbschlags zur betrachten, mit einer klasse Täubin bei den alten 0,1 (hv96) für Frommolt, sg95 auch für Ciupke.
Eine äußerst positive Überraschung dieser HSS bildeten die Farbschwänze in schwarz (20). Runde Tauben mit sehr guten Fächern, und tiefer, ruhiger Kopflage zeichneten die Besten aus. Kleine Wünsche in den Beinen, Farbe und Zeichnung blieben dennoch. Lindacher mit v97 auf eine junge Täubin und Zach mit 2xhv auf 1,0 und 0,1 jung waren die Spitze. Aber auch Roll und Milde zeigten noch rassige Exemplare.
Bei den Blauschwänzen (5) sah es qualitätsmäßig ähnlich wie bei den Schwarzen aus. Roll erreichte auf 1,0 und 0,1 jung jeweils hv96, aber auch Zach kam auf sg95.

Leider nur 1 Rotschwanz und 2 Gelbschwänze zeigten, dass es sie noch gibt, und dass an ihnen gearbeitet wird.
4 Weißschwänze, leider nur in rot mit weißem Fächer, dennoch freuen wir uns, dass welche dabei waren, aber es gibt an ihnen noch sehr viel züchterische Arbeit zu bewerkstelligen um sie qualitätsmäßig an die anderen Farbschläge anschließen lassen zu können. Es sollten sich doch noch ein paar mehr Züchter ernsthaft mit solchen Farbschlägen bemühen, denn auch damit kann man sich ein Denkmal setzen. Kalbe mit sg94 zeigte die Beste.
Einer als Schwarzgetigert gemeldete war eine Mischfarbe und somit nicht anerkannt (n.a.).
7 Gelbgetigerte, ähnlich der einfarbigen gelben hatte alle schöne Fächer, auch Farbe und Zeichnung waren ohne größere Wünsche. Aber im Körper müssen sich die meisten runder und breiter darstellen, auch die Flügel müssen schmalen werden um die Körper-
rundung zu unterstreichen. Die rassigste war eine alte Dame von Gebhardt mit hv 96.
Den Schluss bildeten 3 Tauben in der AOC Klasse, ein 1,0 in rotfahl-gehämmert und 2 Täubinnen in gelbfahl-gehämmert, sg95 von Frommolt.
Unsere nächste HSS findet am 09. und 10.01.2021 bei Holger Gebhardt in Markröhlitz statt. Unter familiären Bedingungen und zu bezahlbaren Preisen soll diese HSS durchgeführt werden. Hoffen wir nun, dass es ein großes Fest aller Pfautaubenzüchter wird.

Euer Zuchtwart
Rüdiger Lorenz


7 gelbe Pfautauben von einem Züchter, wo sind die anderen geblieben. Ich kann mich erinnern an die HSS Uffenheim, da standen 40 Gelbe, einigen hätte mehr Körperrundung gut getan, auch im Stand sollten sie noch stabiler werden. Die zwei alten Täubinnen in sehr guten Qualitäten mit mehr Federlänge wären höhere Noten möglich gewesen (hv H. Gebhardt).
Die blauen mit schwarzen Binden blieben in der Qualität weit unter Niveau weil vielleicht auch einige Spitzenzuchten fehlten. Mit langen schmalen Körper, breiten hervorstehenden Flügeln, schief getragenen Fächer und übergroßen Körper kamen viele nicht in den sg-Bereich. Einziger Lichtblick die 0,1 alt von W. Strecker hv 96 LK, brauchbaren Tiere zeigten noch T. Milde und S. Ritschel.
19 blaufahle Pfautauben zeigten sich in besserer Qualität es gab nur ein paar Ausfälle. Die 1,0 mit runden Körper und eingebauten Flügel sowie tiefer Kopflage, hier müsste noch mehr auf den Beineinbau sowie auf die Federlänge geachtet werden. Hier zeigte R. Lorenz das Spitzentier v97LB. Die Täubinnen waren in der Qualität zu den 1,0 nicht schlechter. Auch hier Beineinbau fließender sowie mehr Federlänge stand unter Wünsche. Runde Körper mit eingebauten Flügeln zeigten die meisten. Mit hv 96 SE R.Lorenz vorn T. Schade, T. Milde und K.-H. Teßner zeigten auch noch feine Tiere.
Alle im sg-Bereich mit entsprechender Farbe und breiter fester Fächerfeder sowie Fächeraufbau zeigten sich die 3 rotfahlen. Wünschenswert wäre mehr Unterbrustfülle und Körperrundung auch stabiler im Stand sollten sie sein.
In der Blauvariante zeigten sich die blaugehämmerten in höchster Qualität. Kleine runde Körper mit schmalen eingebauten Flügeln und prima Verhältnissen sowie stabilem Stand bei den 1,0 v97 EB zeigte M. Schulz ein Spitzentier, was auch in die engere Auswahl für die Goldene Pfautaube kam, konnte sich aber im entscheidenden Moment nicht so präsentieren. Auch bei den 0,1 hatte M. Schulz hv 96 E die Nase vorn. T. Milde und U. Frommolt brachten auch feine Tiere in die Käfige.
Meist „falsche Klasse“ in den Käfigen bei den blaufahl- gehämmerten. Bei diesen Tier fehlte es an Unterbrustfülle, Fächeraufbau und Federlänge auch eingebaute Flügel und Beineinbau. Lichtblick die 0,1 alt von F. Seltmann sg 95 E.
Die indigo-dunkelgehämmerten in sehr guter Qualität wie auch in den letzten Jahren zu sehen. Wünsche waren hier im Fächer ausgereifter und fester im Fächeraufbau und im Stand stabiler U. Frommolt mit einem 1,0 hv96 BLP vorn und S. Ritschel brachte rassige Vertreter in die Käfige.
Vier Zuchtfreunde zeigten 11 vielfarbige Pfautauben, alle im sg-Bereich meist mit prima Verhältnissen. Die schmalen Fächerfedern sollten nicht länger werden, sondern breiter um den Fächer geschlossener zu halten. Mehr Unterbrustfülle hätte einigen Tieren gut gestanden auch in der Kopflage sollten sie ruhiger werden (v97 SG U. Frommolt, hv 96 E R. Lorenz).

Dirk Kalbe

Deutsche Meister: 
Berthold Fröhlich weiß
Rupert Steubl schwarz
Holger Gebhardt gelb
Rüdiger Lorenz blaufahl Peter Ciupke rot-schildig
Hilmar Lindacher schwarzschwänzig 

Die SV-Bänder errangen:
Berthold Fröhlich auf weiß;
Holger Gebhardt auf gelb;
Thomas Schade auf milky;
Rüdiger Lorenz auf blaufahl; 
Gerd Müller auf gelbfahl; 
Uwe Frommolt auf vielfarbig;
Uwe Frommolt auf schwarz-schildig;
Hilmar Lindacher auf schwarzschwänzig;
Dieter Roll auf blauschwänzig

Die Zuchtpreise auf einfarbig gingen an Manfred Schulz auf schwarz und Rüdiger Lorenz auf blaufahl. Auf zweifarbig an Hilmar Lindacher auf schwarzschwänzig.
Nach der Bewertung wurde das beste Tier der HSS von den Sonderrichtern ausgewählt.
Goldene Pfautaube 2019
an Peter Ciupke 0,1 jung rotschildig.

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