Sonderverein der Pfautaubenzüchter von 1906
 

 

 

 

 

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                                        Standard EE 2015

 

Herkunft:

 Sbl-ESKT, eine der ältesten Taubenrassen; aus Indien im 16. Jahrhundert nach Europa und um 1650 nach Deutschland eingeführt.

Gesamteindruck:

In Paradestellung steht bzw. läuft die Taube auf den Zehenspitzen. Der Kopf liegt bedingt durch den nach hinten gebogenen Hals auf dem Vorderkissen auf. Körper allseits gerundet, Stand breit und tief. Die Brust wird soweit wie möglich anghoben, die schmalen Flügel fest geschlossen und die Schwingen unter den tiefsten seitlichen Schwanzfedern getragen. Fächer (Schwanz)  leicht konkav, also so breit und flach wie möglich, aufrecht getragen, d.h. von der Seite gesehen fast senkrecht, gut geschlossen und straff.

Rassemerkmale:

Kopf:
Klein, fein, zart gerundet, glatt.

Augen:
Dunkel bei Weisen und denjenigen, bei denen die weiße Farbe am Kopf vorherrschend ist, perlfarbig oder orange bei den anderen, jedoch wird perlfarbig angestrebt. Rand schmal und möglichst unauffällig, je nach Gefiederfarbe hell bis dunkel.

Schnabel:
Mittellang, schlank, hell bei Weißen, Roten, Gelben, Schildigen und Farbschwänzen, schwarz bei Schwarzen, Indigo-Dunkelgehämmerten und Andalusierfarbigen, dunkel bei Blaufarbigen, Kite, hornfarbig bei Dun, Silbernen, Vielfarbigen und De Roy. Warzen klein, glatt.

Hals:
Schlank, leicht und graziös gebogen. Die Länge des Halses soll der Länge des Rückens entsprechen, so daß der Kopf dicht auf dem Vorderkissen aufliegt und nicht durch den Schwanz (Fächer) gesteckt wird.

Rumpf:
Klein bis mittelgroß, kurz und rund, Brust- und Bauchpartie bilden eine ununterbrochene Linie. Angestrebt wird eine von allen Seiten betrachtet abgerundete Gesamterscheinung. Rücken in der Mitte etwas hohl.

Brust:
Breit, voll, gut gerundet, stark angehoben.

Kissen:
Voll und straff, so hoch wie möglich die Schwanzfedern hinten und vorne bedeckend. Das vordere Kissen dient als Ruhepunkt für den Kopf. Je ausgeprägter, breiter und dichter es ist, desto besser. Das hintere Kissen, aus den Keilfedern gebildet, breit dicht und straff.

Flügel:
Schmal, geschlossen, eng anliegend. Die Schwingenenden reichen von der Seite gesehen nur wenig hinter das Schwanzende. Der Flügelbug wird von den Brustfedern eingehüllt. Vorläufig sind mehr als 10 Handschwingen gestattet.

Fächer  (Schwanz):
Zur Körpergröße passend, weder zu klein noch überverhältnismäßig groß, etwas konkav, kreisrund, auf beiden Seiten leicht den Boden berührend, sehr dicht und straff, aus langen breiten Federn bestehend, jede Feder die andere überdeckend. Die Anzahl der Federn ist nicht maßgebend für die Qualität des Schwanzes (Fächers). Federfahnen gut geschlossen. Etwas Frisur gestattet.

Beine:
Unbefiedert, kurz, kräftig, breit gestellt, weit vorne aus dem Rumpf kommend. Unterschenkel werden fast vollständig vom Bauchgefieder verdeckt und gehen ohne Absatz in die Brustrundung über.

Gefieder:
Straff und dicht.

Farbenschläge:

Weiß, Schwarz, Andalusierfarbig, Dun, Rot, Gelb,  aschfahl, Blau ohne Binden, Blau mit schwarzen Binden, Milky, Indigo-dunkelgehämmert, Silber, Blaufahl, Rotfahl, Gelbfahl, Aschfahl, Blaugehämmert, Blaufahl-gehämmert, Viefarbig, Kite, Golddun, Agate rot, Agate gelb, De roy, blauschimmel, Blaufahl-schimmel, Spiegelschwanz rot, Spiegelschwanz gelb, Schwarzschildig, Rotschildig, Gelbschildig, Blau mit scharzen Binden schildig, Blau ohne Binden schildig, Blaugehämmert schildig,Blaufahlgehämmert schildig. Rotfahl schildig, Gelbfahl schildig, Schwarzschwänzig, Rotschwänzig, Gelbschwänzig, Blauschwänzig, Weißschwanz schwarz, Weißschwanz Andalusierfarbig, Weißschwanz rot, Weißschwanz gelb, Weißschwanz blau mit schwarzen Binden, Weißsschwanz blaugehämmert, Schwarzgetigert, Blaugetigert, Gelbgetigert, Schwarzgescheckt, Blaugescheckt.

Farbe und Zeichnung:

Alle Farben satt und glänzend. Weiße reinweiß, silberweiß glänzend, Silber gleichmäßig zart silbergrau ohne Binden und ohne Rost. Dun sind gleichmäßig gräulichbraun. Bei blauer Grundfarbe erscheinen Milky am Körpergefieder, Flügel und Schwanz (Fächer) wie mit feinem Puder überzogen, Binden möglichst dunkel. Vielfarbige haben auf creme- bis mandelfarbigem Grund möglichst gleichmäßig verteilt Sprenkel und Federn in verschiedenen Farben. Handschwingen und Schwanz sind cremefarbig bis weißlich mit blauen und schwarzen Sprenkeln bzw. Längsstreifen. Die Zeichnung wird mit dem alter dunkler. Täubinnen sind stets schwächer gezeichnet als Täuber. Die Farbe Kite ist Schwarzdunkel mit mehr oder weniger starkem Bronzeglanz in Hals und Brust sowie Bronzeeinlagerungen in Schwingen und Schwanz. Bei Golddun ist die Farbe aufgehellt mit gelblichem Anflug auf der Brust, der sich bis an das Bauchgefieder fortsetzt. Die Schwingen- und Fächerfedern sind an den Schäften gelblich angelaufen. Die Agate sind einfarbig, bzw. mit mehr oder weniger Weiß durchsetzt ohne festgesetzte Zeichnung. Die Handschwingen und Fächerfedern werden farbig verlangt; die Federschäfte sind weiß angelaufen. Bei der Farbe De Roy ist die Grundfarbe orangegelb, mit z. T. mahagonifarbenen Spritzern oder Flecken, gelegentlich mit etwas mehr oder weniger weiß durchsetzt. Schwingen- und Fächerfedern sind meist heller gefärbt. Aschfahle sind hellfahl ohne jegliche dunklere Abzeichen mit Ausnahme von Roteinlagerungen im Halsgefieder. Andalusierfarbige haben schwarzblaue Kopf- und Halsfarbe, Brust- und Bauchgefieder sowie Schwanz nur etwas heller, dunkelblaues Flügelschild möglichst mit schwarzer Säumung, dunkel auslaufende Schwingen, sehr wenig und unauffällige Rosteinlagerungen gestattet. Indigo-Dunkelgehämmerte haben bronzefarbiges Kopf-, Hals-, Brust- und Flügelschildgefieder; Schwingen, Schwanz und Kissen sind bläulich. Die Schimmel (Grizzle) haben mehr oder weniger weiße Einlagerungen in der Grundfarbe und schwarze bzw. dunkle Binden. Alle Binden rein und durchgehend. Schildige haben 6-12 weiße Schwingen, Spiegelschwänze haben auf jeder Schwanzfeder einen breiten, weißen Spiegelfleck, die bei glattem Schwanz (Fächer) aneinander gereiht auf farbigem Grund ein weißes Band bilden. Farbenschwänze mit möglichst farbigem und Weißschwänze mit möglichst weißem Vorder- und Hinterkissen. Getigerte und Gescheckte mit möglichst gleichmäßig verteilter Zeichnung, Getigerte müssen farbige Handschwingen und Schwanzfedern haben.

Grobe Fehler:

Mangelhafter Typ, zu grober Körper, nicht genügende Körperrundung, stark sichtbarer Flügelbug, Spaltbrust, durch den Fächer (Schwanz), gesteckter Kopf, zu weit hinten angesetzter Beineinbau, knickende Fersengelenke; zu hoher Stand, zu kurze Läufe, trichterförmiger Fächer (Schwanz), Schirmschwanz, schief getragener, zu kleiner oder lückenhafter Fächer (Schwanz),  zu weiche Fächerfeder, Stoppeln an den Füßen, sehr mangelhafte Farbe oder Zeichnung.

Bewertung:

Gesamteindruck - Haltung - Stand - Fächer (Schwanz) und Kissen - Federqualität - Brust - Hals - Kopf - Farbe und Zeichnung

Ringgröße: 8